!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.0 Transitional//EN"> DüsselART - Artur Kittlitz jr.
DüsselART Online
Leitseite   Bestellschein   Kontakt   AGB  
unsere Autoren
 Gisèle Freund
 Regine Ciara Henschel
 Pierre-Alain Hubert
 Pierre-Alain Hubert
(englisch)
 Artur Kittlitz jr.
 Artur Kittlitz jr.
(französisch)
 Otto Piene
 Otto Piene
(englisch)
 Heike Reiter
 Georg Stefan Troller
 Georg Stefan Troller
(französisch)


Artur Kittlitz jr.

Photograph

Lebt als freischaffender Künstler in Düsseldorf und Paris
Berufenes ordentliches Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie DGPh, Köln
Buchprojekte, Publikationen

Studienreisen:
Antwerpen, Brüssel, London, Paris, Kiew, Petersburg (Leningrad), Moskau, New York, Los Angeles, San Franzisko, Thailand, Philippinen, Hongkong, Macao, Volksrep. China, Süd-Korea, Taiwan, Japan, Hawaii, Mexiko, Kalifornien, Kanada

Artur Kittlitz jr. wurde 1935 in Düsseldorf geboren. Seine Mutter war Belgierin - aus Antwerpen - und sein Vater der aus Gelsenkirchen stammende Künstler Artur Kittlitz. Die Kindheit verbrachte er in Emden. Sein Vater war dort zu Beginn des zweiten Weltkrieges stationiert, hatte auf der Batterie Constantia ein Atelier, und der Sohn begann schon sehr früh, ihm zu assistieren und "über die Schulter zu schauen". Auch mit der Photographie wurde Artur Kittlitz jr. schon sehr früh konfrontiert durch seine Tante, die in Essen ein Fotogeschäft besaß. Von ihr bekam er nach dem Krieg seine erste Kamera geschenkt.

Es war für ihn schon recht bald klar, daß er entweder Kunst studieren oder Photograph werden würde. Der Zufall wollte es, daß ihm nach Beendigung des Gymnasiums und nach einer Ausbildung bei dem Fotostudio Tucht die Möglichkeit geboten wurde, eine Voluntärstelle als Photograph bei einer Zeitung anzutreten. So entschied er sich "gegen die Malerei" - die er aber nie ganz aufgab - und "für die Photographie". Doch die Familie, die diesem Werdegang hätte zustimmen müssen - er war damals erst 19 Jahre -, entschied anders. Artur Kittlitz konnte und wollte diese Entscheidung nicht akzeptieren - es kam zum Bruch - und er war gezwungen, sich seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen und die Photographie an die zweite Stelle zu setzen.

Aber die Photographie blieb von Anbeginn an der Motor für alles, was er tat. Sobald es seine Zeit und seine Möglichkeiten zuließ, begab er sich auf Reisen "rund um die Welt". Er schien einen 6. Sinn dafür zu haben, ausgefallene Extrem-Situationen und Zusammenhänge aufzuspüren und festzuhalten. Doch bei aller Aufgeschlossenheit und Vielseitigkeit gilt sein Haupt-Interesse und seine Haupt-Faszination den Menschen, und zwar unverfälscht und nicht gestellt. Artur Kittlitz lehnt inszenierte Fotos absolut ab! In seinen Statements zur Photographie sagt er u.a.: "Nicht gebaut, nicht komponiert, keine Montage, keine Hochglanzversion. Die flüchtigen Momente der Straße. Die Persönlichkeit des Photographierten, nicht die des Photographen ist interessant. Ich sehe zu viele inszenierte Fotos auf dramatisch gequält. Warum? Das Leben ist doch dramatisch genug! Und warum gibt es so viele oft auf pathologische Weise effektsüchtige Fotos?"

Radikaler Realismus

Artur Kittlitz jr. über sein Werk:

Nicht gebaut, nicht komponiert, keine Montage, keine Hochglanzversion. Die flüchtigen Momente der Straße. Ich stelle die Menschen dar, ohne daß sie sich wehren können. Die Persönlichkeit des Photographierten, nicht die des Photographen ist interessant. Ich sehe zu viele inszenierte Photos auf "dramatisch gequält". Warum? Das Leben ist doch dramatisch genug!

Meine Photos sind mein Kommentar zum wirklichen Leben, sie sind authentische Dokumente. Meine Kamera ist unbestechlich. Meine Photos sind eine Art Respekt vor dem Leben. Mit verfälschten Wahrheiten habe ich nichts im Sinn. Ich habe einen Blick für das Charakteristische eines Augenblicks und die Photos müssen etwas über das Wesen eines Menschen aussagen. Ich dirigiere nicht, ich bleibe anonym. Ich arbeite nicht mit Tricks, sondern mit offenen Augen. Als Mensch und Photograph bin ich von einer unersättlichen Neugier.

Das Leben stellt unendlich viele Fragen, meine Photos sind einige, wenige Antworten. Ich sehe, dokumentiere und beweise auch die Würde der sogenannten kleinen Leute. Meine Photos sind Argumentation und Dokumentation, keine Dekoration, und gerade deshalb dokumentieren sie die Kontraste des Alltags. Photos sind ein Panorama menschlichen Lebens, auch jenseits der Sonnenseite. Ich greife mit meiner Kamera auch die verborgenen Seiten der Wirklichkeit heraus und zeige den Menschen in seinen charakteristischen Momenten, mit Respekt und Anteilnahme. Als Soziologe mit der Kamera muß ich auch die dunklen, versteckten Erscheinungen der menschlichen Alltagsrealität aufhellen und erklären, mein Gegenüber in klischeefreien Bildern zeigen. Meine Bilder sollen keine Rätsel aufgeben, sondern sie enthüllen. Ich bin ein Verhaltensforscher mit der Kamera. Beim Betrachten meiner Photos entsteht ein stummer Dialog auch mit den Außenseitern unserer Gesellschaft. Bei dem Betrachter möchte ich etwas auslösen, worüber er nachdenken kann und soll.

Es gibt Menschen, die nicht Photographiert werden wollen, weil sie glauben, man raube ihnen die Seele. Wenn ich sie photographiere, ist daran etwas Wahres, denn ich versuche, ein wenig von der Seele des Menschen fühlbar zu machen. Meine Photos sind Fenster mit Blick in's Leben. Beweglich sein, sehen und handeln ist das Geheimnis guter Bilder. Ich mache und inszeniere keine Bilder in Studios, ich suche und finde sie auf den Straßen der Städte. Dort sehe ich Paare, Flaneure, Nichtigkeiten, die ich "vergrößere" und zu wichtigen Beweisen des Stadtalltags mache. Natürlich sind diese Bilder auch immer ein Spiegel unserer Zeit und wirken von daher oft auch provokativ.

Was ich sehe, muß ich begreifen. Meine Photos sind für mich Erkenntnisse. Sie sind eine Chronik des Lebendigen und zeigen natürliche menschliche Gesten, anstatt erstarrter Posen. Ich bemühe mich, bei meinen Reisen rund um die Welt die Sekunden der Wahrheit in den Gesichtern der Menschen festzuhalten und mit der Kamera in ihr Innerstes vorzudringen und ein visuelles Zwiegespräch aufzubauen.

In meinen Photoarbeiten und meiner Kunst bin ich Anarchist, ich kümmere mich nicht um Trends, Szene und Markt, denn die sogenannte Vielfalt ist oft Einfalt. Während ich photographiere sehe ich Leben, ich denke nicht ans Photographieren. Die Photographie ist eine Sache des Auges und nicht des Objektivs. Oft sind die Photoapparate intelligenter als die, die dahinter stehen.

Gesichter, die Geschichten erzählen, suche und finde ich. Meine Photos sind ein Spiegel des Heute mit den Menschen von heute, ehrlich, nicht geschönt, weder provozierend noch berechnend.

Der Photograph sollte auf der Suche nach dem wahren, oft hinter einer Maske getarnten Gesicht anonym bleiben. Ich bin lautlos, unsichtbar und zielsicher auf der Suche nach dem Schrei der Wahrheit. Diese Interpretation der Realität ist meine Art visueller Kunst, denn ich beschönige nichts, verherrliche nichts, ich signalisiere mit einem Minimum an technischem Aufwand ein Maximum an Auseinandersetzungen mit dem Alltag. Beweglich sein, sehen und handeln sind das Geheimnis guter Bilder, Portraits, die nicht nur den Moment, sondern auch die Vergangenheit und vielleicht auch etwas von der Zukunft des Menschen sichtbar machen sollen. Photographie ist eine Art, das Leben zu sehen und zu analysieren.

Ankäufe und Ausstellungen

Ankauf:
Heinrich-Heine-Museum Düsseldorf,
Stadtmuseum Düsseldorf,
Stadtwerke Düsseldorf AG, Hauptverwaltung und Hafenbetriebe,
Stadtarchiv Düsseldorf,
Literaturbüro NRW im Heinrich-Heine-Geburtshaus,
Bundesverband der Deutschen Transportbeton-Industrie e.V.,
Komödie Steinstraße Düsseldorf,
Privatsammlungen
Ausstellungen (Auswahl) Photographie/Malerei
Günther Grass Portraits zusammen mit einer Grass-Gemälde-Ausstellung des Museum Ludwig Aachen in: Herrenhof in Musbach / Saarlouis / Rosenheim / Bukarest / Budapest / Peking / Koblenz
Deutschland:
Baden-Baden: Kunstkabinett Baden-Baden
Dortmund: Ausstellungshalle Westfalenpark / Deutsch-französische Gesellschaft
Duisburg: Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie e.V.
Düsseldorf: Deutsche Bank AG / Grunwald & Koslowski / Hotel Nikko / Foto Galerie Güzel Voyage / Jahresausstellung Düsseldorfer Künstler 1991 / Institut Français - Autohaus Südring / Altstadt-Herbst: Rheinufertunnel - Bit am Schloßturm / GePeMa Galerie / Benrather Kulturkreis eV - "Benrath 92" / Goethe Institut / Frauenmesse- TOP 93 / TVG Technisches Rathaus / Landesmuseum Volk und Wirtschaft - Stadt-Sparkasse / Schiffahrts-Museum / Top 180 Rheinturm Düsseldorf / Carnevale EXPO 2000 Messe Düsseldorf
Kaarst: Rathaus
Krefeld-Linn: Schloß Greiffenhorst
Münster: Pascalgymnasium
Frankreich:
Anet: Bilitis
Chilly: Mairie
Grenoble: Facutté Medecine / Auberge Jeunesse
Ezy sur Eure: 6e. Prix de Peinture
Orsay: Mairie
Paris: F.I.A.P / Parc des Expositions / Salons Ricard
Sartrouville: Bibliothèque Municipale,
Fürstentum Lichtenstein:
Kunstverein "Tangente"
Italien:
Florenz: Institut Francais
Genua: Sala Cambiaso / Mostra Incontro / Palazzo della Meridiana / Galeria Mazzini
Ravenna: Park Hotel
Rom: Casa della Citta Salsomaggiore
Terme: Grand Hotel et de Milan / Incontro Internazionale
Tabiano Terme: Teatro Cinema Lux
Spanien:
Barcelona: Sala Tecla
Madrid Alcalà de Henares
Tarragona: Salou
Zaragoza: Sala Goya


Zurück


powered by SmartStore
Copyright © 2002 - Inhalt:DüsselArt Verlag; Technik: PUC GmbH Mainz
Düssel ART Verlag - Postfach 10 21 54 - 40012 Düsseldorf - 0211-37 10 05 - 0211-37 10 05
- Bei technischen Fragen zu unserem Online-Angebot wenden Sie sich bitte an bkerpen.duesselart@t-online.de

Zuletzt aktualisiert am